Gedichte sind etwas wunderbares, weil sie die innersten Gefühle ausdrücken können und Grund zur Freude, zum Nachdenken oder Grund zum Träumen geben. Ich hoffe , dass diese Gedichte, die ich ausgewählt habe, euch auch so gefallen wie mir , und dass sie euer Herz erreichen.

 

 

        Der Mond

Rund und hell zieht der Mond seine Bahn,

Rettungslicht im Dunkel der Nacht,

die mit ihrer Macht alles zu verschlingen droht.

Silbernes Licht der Einsamkeit,

Fluten von Gedanken.

Mit dem Sand verrinnt die Zeit,

Sekunden rieseln in die Ewigkeit,

was ist, was war, was kommt,

nichts bleibt.

Der Mond steht still,

verlassen da,

der Himmel ist verhangen.

Aurora streift den Horizont,

die Nacht,

sie ist vergangen.

 

Die Zeit

Was tun,

wenn die Zeit einfach so vergeht?

Wenn ein ganzer Tag

einem wie eine Minute erscheint?

Ein Jahr, ein Monat, eine Woche, ein Tag

bestimmen meine Lebenszeit.

Gestern erst geboren

und morgen schon erwachsen

Die Zeit läuft unaufhaltsam immer weiter.

Doch wir haben die Möglichkeit,

die Zeit zu einem unvergesslichen

Augenblick zu machen.

 

                             

"Sieh eine Welt in einem Körnchen Sand und einen Himmel in der wilden Blume, greif das Unendliche mit deiner Hand und fühle die Ewigkeit in einer Stunde" - Blake

Sterne

Sterne
unerreichbar
zum Greifen nah
doch siehst du den Stern?
oder den Schein?
der noch zur Erde dringt
durch die Unendlichkeit
wo der Stern
schon starb

     

      

Do not stand on my grave and wheep,
I am not there,
I do not sleep.

I am a thousand winds that blow,
I am the diamond glint on snow.
I am the sunlight on ripened grain,
I am the autumn rain.
When you wake in the morning hush,
I am the swift uplifting rush
of quiet birds in circled flight.
I am the soft star that shines at night.

Do not stand on my grave and cry,
I am not there,
I din't die...
(von einer Indianerin)

 

Das Gesicht der Unsterblichkeit

Blicke in die Augen, der schaurig weißen Gestalt
ein Schatten in der Nacht,
umgeben von einer Aura des Todes

sie umkreist dich, berührt dich, verführt dich
das Schwarze der Nacht umzingelt euch,
saugt euch auf, verschluckt euch

der Wind raschelt leise, die weiße Gestalt kommt dir nahe,
du spürst den kalten Atem, du riechst den Moder der Erde,
vernimmst einen Hauch der Qual

Dieses Gesicht!!

voller Geheimnis, voll Leid, voll Kraft
du bist in seinem Bann, die dunklen Augen der Ewigkeit
dein Herzschlag gleicht einer Trommel
laut und durchdringend

du willst es spüren
eine weiße Hand berührt dich sanft am Hals,
lässt die Finger über deine Haut gleiten
es ist der süße Strom den du bemerkst,
quälende Leidenschaft
leise schmatzend umkreist es dich,
eine Hand noch bei dir

traurig sieht dich die ewige Verdammnis an,
Mitleid und Faszination
es kommt noch näher, umfängt dich,
in ihren Armen spürst du Verlangen,
ungestillter Hunger

es ist kalt
es ist heiss

der Wind lässt das Gewand aufflattern,
der Stoff raschelt
der Mond lässt silbrige Fäden zu Boden fließen
es tobt in dir der Sturm

du lässt dich fallen, tief in die Glut
gefangen in der unsterblichen Liebe dem Wesen gegenüber
unsterbliche, magische Schönheit
ihr bewegt euch ein Stück weiter ins Dunkle,
hüllt euch ein in Furcht und Leidenschaft
es hält dich fest, eine Hand in deinem Haar
grausig schön

Ein Kuss
kalt und doch voll Gefühl
diese Augen
dieser Mund
Magie des Todes, es lässt dich nicht gehen
und du?
warst nie mehr gesehen

Shamea*